hat Lionel Terray das Bergsteigen genannt.
Setzen wir Bergsteiger uns sinnlos
Gefahren aus? Lockt sie uns,
die Gefahr, die "Todeszohne"?
Welcher Nicht-Bergsteiger kann das
schon begreifen, daß es nicht der Tod,
sondern das Leben, das intensivste,
am tiefsten empfundene ganz nahe,
echte Leben ist, das wir suchen - und finden.
Es ist besser zu sterben, weil man lebte,
als zu leben, weil man nie gelebt.
(Hölderlin)
Das Licht dort oben im Gebirge
ist ein wenig strahlender.
Der Himmel ist von tieferem Blau.
Die Luft ist sauber und klar und kalt.
Du hast es erlebt:
Weit gespannt der Sternenhimmel
über dir in kalter Biwaknacht.
Erste Sonnenstrahlen auf fernen Gipfeln.
Aufstieg in eisharter Spur und Abfahrt
im weichschmelzenden Firn
bis ins grün duftende Tal.
Dunst überm Horizont, Hitze,
die summend in den Latschen steht,
hellgrauer Fels unter deinen Händen.
Frösteln im Morgennebel.
Tau auf Spinnwebfäden.
Kalte Luft zum Atmen,
knirschende Schritte,
nasse Schneeflocken,
die auf der Haut vergehen.
Träume vergangener Wintererlebnisse.
Die Hoffnung, bald wieder die erste Spur
in unberührte Einsamkeit zu legen ...
Träume. Vergessen, bevor sie zu Ende geträumt sind.
Eroberung des Unnützen?
Was erobert denn ihr anderen?